> Hochwasser 2010 Statement des Bürgermeisters der Gemeinde Neukirchen erschienen im Amtsblatt September 2010
"Liebe Bürgerinnen und Bürger,
durch unwetterartige Regenfälle in der Nacht zum 07. August 2010 wurden auch bei uns in Neukirchen viele Keller und Straßen überflutet. Es kam zu massiven Über-schwemmungen. Der Dorfbach stieg rasant an.
Im Vergleich zum Jahrhunderthochwasser 2002 war die Flut in der Nacht zu schnell, dass kaum jemand reagieren konnte, viele Bürger wurden im Schlaf überrascht.
Im oberen Ortsteil von Neukirchen kam es in den frühen Morgenstunden zu einem tragischen Unfall. Drei Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Hauptstraße wurden von den Wassermassen des anstauenden Dorfbaches überrascht und ertranken. Die Feuerwehr, die gegen 5.30 Uhr gerufen wurde, versuchte den Keller so schnell wie möglich zu leeren. Die Kameraden haben ihr Möglichstes getan, dennoch konnten die drei Anwohner nur noch tot geborgen werden. Ihren Angehörigen gehört unser Mitgefühl.
An dieser Stelle möchte ich den Kameradinnen und Kameraden unserer Freiwilligen Feuerwehren, die an diesem Tag auch noch an vielen anderen Orten unterwegs waren, für ihren mutigen Dienst auch unter Einsatz ihres eigenen Lebens herzlich danken.
Liebe
Bürgerinnen und Bürger,
es wird immer wieder Naturereignisse geben, die nicht zu verhindern sind.
Der Einsatz der Hilfskräfte in diesen Fällen ist auf unsere freiwilligen
Feuerwehren und die Mit-arbeiter des Bauhofes beschränkt.
Um im Vorfeld möglichst viele Gefahren einschränken zu können, sind alle gefragt. Jeder Grundstückseigentümer sollte im eigenen Interesse vorsorgen. Hierzu gehört auch der Schutz der Gebäude durch bauliche Maßnahmen, das Eindringen gegen Wasser einzuschränken.In gefährdeten Gebieten sollte eine eigene Pumpe einsatzfähig sein. Gleichzeitig kann der Einbau von Rückstausicherungen oft Schlimmeres verhindern.Desweiteren kann jeder Anwohner am Dorfbach durch das Einhalten des 5-Meter-Sicherheitstreifens, in dem keine Ablagerungen und bauliche Anlagen erlaubt sind, viel dazu beitragen, die Folgen des Hochwassers zu mildern.
Liebe
Bürgerinnen und Bürger,
wir werden die Ereignisse im Gemeinderat und mit unseren Feuerwehren auswerten
und beraten, aber es wird gegen derartige Naturereignisse keinen absoluten
Schutz geben können."
Ihr
Bürgermeister
Stefan Lori
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