1946 - 1989

1946 - Schwere Zeiten
Der Bund der "Freiwilligen" fast in einer vollkommen veränderten Wirklichkeit langsam wieder fuß. Neue Kameraden werden aufgenommen.

1950 - Jugendgruppe wird gegründet
Erstmalig in der Wehrgeschichte wird eine Jugendgruppe gegründet. Es ist der Start einer erfolgreichen Nachwuchsarbeit die in der Gegenwart mit der "Jugendfeuerwehr Adorf" ihren Wiederhall findet.
Auch die Integration der Frauen schreitet voran. So sind Frauen bereits bei Versammlungen anwesend, stehen aber noch nicht im aktiven Einsatzdienst.
Mit einem großen Sauschlachten wird die 50jährige Wiedergründung der Wehr gefeiert.

1953 - "Wirkungsbereich"
Die neue deutsche Ordnung nimmt auch wieder Einfluß auf die Feuerwehren. Die Wehren werden in Stützpunkten zusammengefasst. Adorf gehört mit Klaffenbach und Stelzendorf zum Kommando Neukirchen.
1955 werden die Wehren wieder der direkten Zuständigkeit der Gemeinden unterstellt.

1959 - Endlich ein großes Löschfahrzeug 
Die Kameraden haben in unermütlicher Kleinarbeit den Aufbau eines alten Wehrmachts LKW Steyr zum LF 8 beendet. Er wird einen Tag vor Heilig Abend 1959 vorerst unlackiert in Dienst gestellt. Dieses Fahrzeug ist komplett geschlossen und befördert eine Löschgruppe. Im Anhänger wird die Tragkraftspritze mitgeführt. Es schließt sich ein Erweiterungsbau des Gerätehauses an um das größere Fahrzeug unterzubringen.
Zu Beginn des Jahres 1960 wird durch den Bürgermeister über Probleme des Luftschutze referiert - schon wieder.
Am 6. Juni 1961 setzt ein Blitz das Mineralölwerk Klaffenbach in Brand. Bei Temperaturen über 2.000 Grad Celcius ist auch die Adorfer Wehr im Löscheinsatz.
  
1964 - AG Junge Brandschutzhelfer  

Die lose Jugendgruppe wird nun ganz offiziell. In der DDR gab es namentlich keine Jugendfeuerwehren sondern die Arbeitsgemeinschaften "Junge Brandschutzhelfer". Diese Jugendorganisationen wurden durch die Schulen koordiniert und unterstanden im eigentlichen Sinne des Ministeriums für Volksbildung. Die Leiter der AG waren Feuerwehrmänner der örtlichen Wehren. Durch die schulische Bindung war der Personalstand der Jugendgruppe stets hoch. 

1970 - Neues Fahrzeug, weniger Platz
Das Löschgruppenfahrzeug Steyr kam nun doch in die Jahre. Ersatzteile waren immer schwerer zu erhalten. Der Wehrleiter Günther Hirsch setzte sich für ein Ersatzfahrzeug ein. Doch sollte die Wehr nicht wie erwartet und erhofft ein Löschgruppenfahrzeug erhalten. Am 10. Oktober wird ein Kleinlöschfahrzeug Barkas B1000 mit Nachläuferhaspel geliefert und am 29. November in Dienst gestellt. Es war zwar das erste fabrikneue Löschfahrzeug der Wehr doch konnten statt neun nun nur noch sechs Einsatzkräfte Platz finden. Trotz neuer Technik aus einsatztaktischer Sicht ein Rückschritt, geschuldet der Aufteilung der Wehren in Wirkungsbereiche. Die Stützpunktwehren erhielten zumeist neue und größere Technik. Die unterstellten Wehren wurden mit älteren oder kleineren Fahrzeugen ausgesattet.
Im gleichen Jahr wird der Wehr der Titel "Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr" verliehen. Diese Auszeichnung wird in den Folgejahren verteidigt.

1986 - Ein neues Haus entsteht
Der Bauzustand des ehrwürdige Spritzenhaus verschlechtert sich zusehends und der Bau selbst ist für eine moderne Feuerwehr auch in der DDR nicht mehr vertretbar. Es werden seitens der Wehr und des Bürgermeisters nach Möglichkeiten gesucht, im Ort ein geeignetes Objekt zum Umbau zu finden. Ein Neubau schließt sich nahezu aus. Fündig wird man schließlich in der Ortsmitte. Hier steht das Ranft-Gut. Neben dem Wohngebäude mit Scheune steht im hinteren Grundstück die Stellmacherei. Sie soll es werden, das neue Adorfer Feuerwehrhaus. Die Wehrleute nehmen sich der Aufgabe an und bauen das Haus mit Unterstützung einer Baufirma um. Ein großer Anbau entsteht und ein Schlauchturm wird errichtet. Wie lange der Umbau dauern soll, ist lange Zeit ungewiss.